Es ist kein Zufall


Nachdem Sie vergeblich versucht haben, Ihr Motorrad durch eine lokale Zeitungsannonce zu verkaufen, platzieren Sie eine Anzeige für Ihre kaum benutzte 1980 Harley-Davidson auf einer speziellen Website. Nur ein paar Stunden nach Aufgabe Ihrer Anzeige werden Sie von einem Käufer kontaktiert, der vorgibt, sich auf den Kauf von gebrauchten, hochwertigen Motorrädern spezialisiert zu haben, um diese dann an Sammler weiter zu verkaufen. Alles scheint plausibel und rechtmäßig zu sein. Über Nacht erhalten Sie sogar einen Barscheck, dessen Summe allerdings um 5.000,-- Dollar höher als der Verkaufspreis Ihres Motorrads ist. Der Käufer erklärt, und ersucht Sie, den Mehrbetrag über ein Geldtransferservice zurück zu überweisen. In gutem Glauben überweisen Sie den Mehrbetrag und verschicken die Ware.

Nur ein paar Wochen später informiert Sie Ihre Bank, dass der Scheck nicht echt ist und daher Ihrem Konto nicht gutgeschrieben werden konnte. Leider haben Sie die Harley-Davidson sowie die 5.000,-- Dollar Bargeld bereits abgeschickt und Sie stehen nun ohne Motorrad, ohne Geld und ohne Ersatzansprüche dar.

Betrugsmethode –Mehrzahlung

Dieser Betrug wird durch eine Person begangen, die einen von Ihnen zum Kauf angebotenen Artikel erwerben möchte. Für gewöhnlich handelt es sich dabei um teurere Artikel wie zum Beispiel ein Motorrad, ein Auto oder irgendwelche Spezialgeräte. Aus unerklärlichen Gründen zahlt der Käufer mehr als den geforderten Verkaufspreis und gibt an, ihm sei entweder ein Fehler unterlaufen oder der Mehrbetrag muss an ein Transportunternehmen bezahlt werden. Der Betrug bezieht sich auf die Zahlungsmethode – typisch dafür wäre ein gefälschter Bankscheck oder eine Geldanweisung.

Der Plan sieht vor, dass Sie den Differenzbetrag abschicken, bevor Sie erkennen, dass es sich um einen gefälschten Scheck handelt. Dies geschieht meistens erst dann, wenn es bereits zu spät ist, da es bei manchen Banken nämlich üblich ist, über die Geldmittel bereits vor Verrechnung des Schecks zu verfügen. Sobald jedoch feststeht, dass der Scheck gefälscht ist, wird der Betrag von Ihrem Konto rückgebucht. Bei dieser Betrugsmethode ist es also möglich, nicht nur die Summe der Mehrzahlung zu verlieren sondern auch den verkauften Artikel. Sollten Sie einen “Mehrzahlungsbetrug” vermuten, sehen Sie sich nochmals die folgenden Sicherheitstipps durch, bevor Sie eine Geldtransaktion durchführen:

  1.  Verwenden Sie das Geldüberweisungsservice nie für Geldsendungen an Fremde.
  2. Seien Sie misstrauisch, wenn ein Käufer eine Transaktion sofort durchführen möchte. Die meisten Käufer wollen sich zuerst informieren und den Preis aushandeln.
  3. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wie lange die Verrechnung eines Schecks dauert. Denken Sie daran: Nur weil Ihnen die Bank die Geldmittel bereits zur Verfügung stellt, heißt das noch lange nicht, dass der Scheck schon verrechnet wurde.
  4. Warten Sie, bis der Scheck verrechnet wurde, bevor Sie die Summe der Mehrzahlung überweisen. 5. Denken Sie an den alten Spruch: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist dies wahrscheinlich auch der Fall

Western Union nimmt Konsumentenbetrug sehr ernst. Wir bringen unseren Kunden große Wertschätzung entgegen und wissen, wie hart sie für ihr Geld arbeiten. Wenn nun unsere Kunden Opfer eines Betrugs werden und Geld verlieren, bedeutet dies auch einen Verlust für uns. Daher arbeiten wir hart daran, das Bewusstsein für die verschiedenen Methoden des Konsumentenbetrugs zu schärfen. Wenn Sie glauben, einem Betrug zum Opfer gefallen zu sein, kontaktieren Sie bitte das Justizministerium und/ oder die lokale Polizeibehörde.

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